Die gesetzliche Gewährleistung verpflichtet den Verkäufer dazu, für Mängel einzustehen, die bereits beim Kauf vorhanden waren. Sie gilt unabhängig davon, ob ein Produkt eine Herstellergarantie hat oder nicht und kann nicht einfach vertraglich ausgeschlossen werden, wenn du als Verbraucher bei einem Unternehmen kaufst. Die gesetzliche Gewährleistungsfrist beträgt in Deutschland zwei Jahre ab Übergabe der Ware.
Liegt ein Mangel vor, hast du zunächst Anspruch auf Nacherfüllung. Das heißt: Reparatur oder Ersatzlieferung. Erst wenn die Nacherfüllung scheitert, verweigert wird oder unzumutbar ist, kannst du den Kaufpreis mindern oder vom Kaufvertrag zurücktreten und eine vollständige Rückerstattung verlangen.
Besonders beim Online-Kauf gilt: Dein Vertragspartner ist der Händler – nicht der Hersteller. Wirst du an den Hersteller verwiesen, ist das in den meisten Fällen nicht korrekt. Du hast das Recht, deine Gewährleistungsansprüche direkt gegenüber dem Händler geltend zu machen – auch wenn dieser im Ausland sitzt.